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Traumwandlerisch - ein kryptisches Fazit für 2018

on03. Januar 2019

- «Edi, Deine Zeitreihe schläft.»

- «Madisch, ich habe dir schon oft gesagt, in meinem Blog hast du nichts verloren…»

 

- «Schau mal, in meinem Blog gibt es nun über 5o Beiträge zu der Migranten-Karawane… und das ist auch im Facebook… - das ist eine Zeitreihe...»

- «Dein Blog machst du ja nicht ganz allein, sondern mit mir zusammen…»

- «Aber er ist meine Intention…»

- «Ja,ja, wers glaubt... Jedenfalls: Die Inhalte - oder die Texte - interessieren niemanden…»

- «Auch egal…wir arbeiten nicht für das Interesse, nicht für Bedürfnisse - sondern für uns...»

- «Na ja, du frisst auf meine Kosten... Arbeit sollte Geld sein...»

- «Heisst es nicht: Zeit ist Geld? Schreib doch ein Follow up zu deiner Secklerei…»

- «Das ist alles auf Strava

-  «Zier dich nicht. Mach eine Zusammenfassung…»

- «Bitte, hat es hier als Film... Aber kurz: über 1800 km an Distanz gelaufen, rund 26'000 Höhenmeter und das alles während 254 Stunden. Die aufgezeichneten, also berücksichtigten Velo-, Schwimm- und Gymzeiten sind dabei marginal...»

- «Siehst du, du bist schon etwas stolz... Nach dem Bieler 100km-Lauf, den du so traumwandlerisch sicher bewältigt hast, bist du dann aber schon jämmerlich eingebrochen…»

- «Blödsinn. Ich habe richtigerweise nach der grossen Belastung etwas zurückhaltender aber gezielter trainiert. Erst im Oktober / November war dann Pause angezeigt…»

- «Ja, du läufst irgendwie schief… - mit nur zwei Beinen ist halt schwierig…»

- «Madisch… ich setz dich wieder auf Diät… - Aber jetzt laufe ich wieder - vorsichtig. Das nächste Ziel ist - emotional - noch nicht so fix definiert. Im Moment ist der Weg auch Ziel…»

- «Ja, Edi. Die Menschen in der Karawanen haben ein klares Ziel: Amerika. Ein besseres Leben und einen langen Weg dahin.»

- «Ja – wenn du zuhause nichts hast, gefährdet bist – nimmst du viel auf dich…»

- «Was ist da wichtiger? Das Ziel oder die Flucht? Bei uns Katzen ist es klar. Wir handeln im Moment, wenn wir fliehen – prospektiv, wenn wir jagen…»

- «Interessant. Jetzt stecken die Migrierenden in Tijuana, an der Grenze zu den USA fest… Und Trump, den viele in den USA gewählt haben, der will Mauern bauen...
Madisch? Madisch? Wo bist du?»

(Madisch ist grusslos weg gegangen.)

Tijuana ist von San Diego durch einen Zaun und etwas Niemandsland getrennt.
Die Übergänge werden wechselseitig rege genutzt, durch die, die das dürfen. Die Amerikaner würden unter anderem für Zahnbehandlungen, Alkohol und Prostitution nach Tijuana fahren.
Es habe viele Arbeitsplätze für weniger Gebildete in Tijuana. Sogar für Leute der Karawane gebe es durchaus Möglichkeiten.
Irgendwie scheint die Grenze künstlicher als die gesamte Megalopolis, wie solche Stadtgebilde teils genannt werden.
Dieser Begriff ist nicht meiner. Er wird etwas allgemein verwendet.
Er wird auch angewendet für den Raum zwischen London und Mailand, also auch für die Schweiz. Ich fühle mich nicht in einer Megalopolis.
Auch wenn den Strassen, den Autos hier kaum mehr zu entkommen ist.

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