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NoBillag und Fake News

on17. Dezember 2017

- «Edi, die NZZ wieder…»

- «Ja, Madisch, es schmerzt …*»

- «Der Chefredaktor müsste doch etwas Bildung haben, ein Ansatz von Intellektualität…aber der Leitartikel ist sowas von ... absurd. …. Ich versteh euch Menschen nicht…»

- «Es haben viele auf den Leitartikel reagiert (u.a.). Der Gujer will wohl ein Trump sein: Trump versuchte alles, damit er nicht gewählt wird, so versucht der Gujer alles, damit die NZZ nicht mehr gelesen wird. Aber Madisch! Wiederholt: Du gehörst nicht in meinem Blog. Du hast Deinen eigenen. Abmarsch!»

Wer's noch nicht weiss. Madisch ist meine Katze. Sie lässt sich nicht beeindrucken: «Du meinst, der Gujer mache alles richtig und wir begreifen es bloss nicht…?»

- «So ist es, Madisch. Wir sind zu dumm. Der Gujer schwatzt Monate vor dem Abstimmungskampf im Leitartikel von den kleinen Sorgen um die SRG.  Auf der anderen Seite des Teichs reissen die Trumper die Gleichberechtigung auch im Internet ein, kommerzialisieren dessen Zugang durch…»

- «Du meinst, die alte Tante an der Falkenstrasse macht ein Ablenkungsmanöver? Aber Du, Du Edi, bist es der ablenkt. Du schweigst zur SRG, zu No Billag ...
Du tust nichts für dein geliebtes DRS2, äh Radio SRF2, Dein Echo der Zeit, Dein häufiges Rendez-vous am Mittag,  die ausführlichen Nachrichten am Morgen, wenn Du aufstehst…»

- «Sie werden verlieren.»

-«Wer wird verlieren?»

- «Jene, welche die SRG abschaffen wollen…»

- «Hm, bin ich nicht so sicher, wenn du nicht kämpfst, alles kampflos den Abreissern überlässt…»

- «Madisch, kennst du die Redensart der Menschen: Reden ist Silber. Schweigen ist Gold?»

- «Edi, du treibst ein riskantes Spiel. Wenn niemand die SRG verteidigen würde, wie Vinzenz das macht und so…»

- «Richtig Madisch. Vinzi macht es gut. Und: 
Im Spiel kann einer gewinnen – im Krieg verlieren meist alle…
Und die NOBillager kämpfen als wären sie im Krieg. Verbissen. Gnadenlos – mit allen Mitteln der Polemik, Lüge, Diffamierung…als ginge es um IHRE Existenz. Ich spiele...»

- «Ich weiss nicht, Edi. Deine Strategie überzeugt mich nicht…»

- «Und du Madisch willst nur Aufmerksamkeit, um etwas mehr Fressen herausschinden. Raus aus meinem Blog! Sofort!»

(sie zieht von dannen, mault…)

- «Vielleicht geht es Euch Schweizern einfach zu gut.»

- «Da könntest du recht haben: Wenn niemand mehr richtig hinhört, schaffelt halt auch eine NZZ auf die Dauer nur noch Blech.»

- «Ist das jetzt wieder eine deiner Ursache-Wirkung-Fragen?»

- «Genau, Madisch. Es hört niemand mehr wirklich hin…bei der NZZ, aber auch bei anderen Massenmedien. Irgendwie ist hinter den Worten keine Substanz mehr. Vielleicht gibt es mal einen Aufschrei ein paar Tage wie beim dem Gujergeschwafel - dann ist wieder vorbei und es kommt die nächste Empörung. Die Massenmedien werden irgendwie zu einem Leerlauf, auch die SRG. Darum wirkt sie auch so verletzlich... Vielleicht ist inzwischen eine privatrechtliche oder öffentlichrechtliche oder wie auch immer gemeinschaftlich organisierte Radio- und Fernsehgesellschaft einfach etwas von gestern. Und wir wissen noch nicht, wie eine gute, neue Medienordnung aussehen könnte. Noch scheint der Blick von bröckelnden Medienorganisationen versperrt...»

-«Edi, sagst du jetzt nichts mehr zu dem Thema der Netz-Neutralität?..» (Und da war sie dann weg.)

 

*Madisch, meine Katze, bezieht sich auf den Leitartikel in der letzten Samstags-NZZ.  Der Chefredaktor der NZZ äussert sich darin in bester Fake-News-Manier mit verdrehten Aussagen und perfiden Polemiken zur NoBillag-Initiative. Diese gelangt im kommenden Frühling zur Abstimmung und will die Finanzierung der Schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft SRG per sofort unterbinden und damit abschaffen.

Hintergrund: In der zweiten Hälfte dieser letzten Woche wurde in den USA durch die Trump-Administration die sogenannte Netzneutralität aufgeweicht. Das bedeutet - unter anderem und etwas kurz gesagt -, dass der Zugang zu den Internetnutzenden Marktkräften anheimgestellt, respektive durch solche mitkontrolliert werden kann.
Mit anderen Worten. Wäre der Chefredaktor der NZZ, Herr Gujer, wirklich am Thema der Informationsfreiheit ernsthaft interessiert, dann hätte er dies zweite Thema behandelt, weil es um ein vielfaches bedeutender ist, als die heisse Luft um diese Billag-Initiative (vgl. in der NZZ so dargestellt.)

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